Agapi -> Als zweites von zwei Kindern wächst Agapi in ihren ersten Kinderjahren auf dem Land in der Nähe von Hamburg auf. Elfjährig zieht sie mit der Familie in die Nähe von Frankfurt – wieder aufs Land. Das Familien-Haus wird für Pflegekinder geöffnet. Insgesamt erhält Agapi so Einblick in sieben unterschiedliche Kinderschicksale, bekommt eine kleine Schwester via Adoptiv und genießt die Schulzeit auf einer Waldorfschule. Direkt nach dem Abi zieht sie zurück nach Hamburg, wird Assistentin für Werbefotografen und macht sich als solche selbstständig. Nebenbei beginnt sie Kommunikationsdesign zu studieren und jobbt in einer großen Werbeagentur und später in einer kleinen Designagentur, in der sie ihre erste und letzte Festanstellung annimmt.

Das Studium in der Tasche gründete sie ihre Agentur – AGAPI dialog. konzept. design. Sie hinterfragt und durchleuchtet, erforscht und bewegt. Vielen Unternehmen und sozialen Organisationen gibt sie eine Identität, unterstützt sie beim Erkennen der eigenen Erscheinung, beim Finden der Corporate-Identity oder bei Veränderungsprozessen.

Mitte 2012 gibt Agapi ihr Baby nach langem Überlegen in die Hände ihrer ehemaligen Mitarbeiterin, um ihren Traum zu verwirklichen. Sie will ein Buch schreiben, ein produktives Miteinander initiieren und versuchen verzicht zu üben.

Rado -> Als sechstes von sieben Kindern und als dritter und letzter Junge wächst Rado in Neumünster in einer Akademikerfamilie auf.

Mit 17, das Abitur in der Tasche, entwickelt er Fabrikationsstraßen für die Produkte seiner älteren Schwester. Er schafft die Vertriebswege und kümmert sich um eine erfolgreiche Vervielfältigung der Einzelstücke. Nebenbei studiert er Wirtschaftsingenieurwesen, macht 20 Monate Zivildienst und wird Geschäftsführer der Firma, die er 1984 mit seiner Schwester gründet. In den folgenden 28 Jahren gehören Personalführung, Organisation, Struktur, Finanzen und die Produktion zu seinen Aufgabenfeldern. Es entsteht ein feines, weltweit agierendes Modelabel. Doch sein Herz schlägt nicht für die Mode und ihr vortwährender Neuheitenzwang macht ihn zunehmend nachdenklich.

Anfang 2012 scheidet er aus der Firma aus, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. In einem Sabbatjahr unternimmt er eine dreimonatige Reise nach Neuseeland. Hier besucht er das Ecovillage Atamai und erfährt unter anderem, dass die Erosion der Böden, ausgelöst durch Überdüngung, viele Farmer in Neuseeland bereits in die Knie und somit zum Handeln zwingt.

Über Agapi+Rado ist ein kurzer Film gedreht worden, schau hier –>

[activeplugins]