Schon als Kind habe ich in meine Schulbücher alles hineingemalt statt hineinzuschreiben. Ich konnte mich viel besser konzentrieren, wenn ich alles aufzeichnete. So zeichnete ich die Explosionen und Mischverhältnisse, während der Lehrer uns die Chemie-Versuche vorführte oder malte mir den Kleinen-in-der-Geschichte-sehr-großen-Napoleon, die Jungfrau von Orleans mit ihren wehenden Kleidern und auch die herzallerliebsten Cummulus Wolken in der Wetterkunde.

Zum Glück war ich auf einer Schule, die auch diese Art des Seins als Fahigkeit betrachtete. Es gab sogar einen Lehrer, der sich jedesmal für die Bilder in meinem Epochenheft bedankte. Das tat gut und prägte mich. Ich malte und zeichnete für mein Leben gern. Danke, liebe Eltern, dass ich auf eine Waldorfschule gehen durfte.

Mich trieb es nach der Schule in die Werbung – ich wollte kreativ sein dürfen – es war, als würde ich wie Hänschen-Klein in die Welt hinausgehen. Die Werbefotografie besuchte ich und war Jahre als selbstständiger Fotoassistent unterwegs, schaute in eine der größten Werbeagenturen, arbeitete in eine kleinen Design-Agentur, studierte nebenbei und gründete meine eigene Design-Agentur. Doch nach zehn Jahren merkte ich, dass ich keine Zeit mehr fürs Zeichnen fand.

Dann machte ich einen Brake.
Ich wollte wieder zeichnen, sägen, nähen, malen, hämmern, schrauben, schleifen!

Jetzt bin ich bei GUTDING unter anderem fürs Zeichnen der Persönlichkeiten und für das Gestalten unserer Aufstrich-Etiketten zuständig.

Und da war meine Freude wieder.
Meine Leichtigkeit.
Mein Frohsinn.
Mein Um-die-Ecke-denken.
Mein Mich-verständlich-machen.

Ich zeichnete plötzlich wieder was mir gerade in den Sinn kam …
… ganz krakelig auf ein Schmierzettel ohne darüber nachzudenken.

Da entstand die Nu-Karten-Idee.

Rette den Augenblick.
Denn ohne Nu ist er ganz schnell verschwunden!

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und demnächst kommen auch noch Siebdruck-Plakate von den Motiven dazu!