IDEE

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Wir, Agapi und Rado haben Sehnsucht nach dem respektvollen Miteinander. Unser innigster Wunsch ist es, der Natur und ihren Kreisläufen wieder nahe zu sein. Wir wollen in Gemeinschaft sinnvoll tätig werden und uns in ihr weiterentwickeln. Wir möchten versuchen, nicht mehr auf Kosten anderer zu leben und unsere Sehnsucht möchten wir teilen.

Die Frage nach den Werten liegt gegenwärtig in der Luft. Viele besinnen sich zunehmend auf das, was das Leben lebenswert und die Menschen stabil macht, was Zusammenleben gelingen lässt und wahrhaftig Zukunft verspricht. In vielen Menschen existiert ein Bedürfnis nach Kooperation und mehr zwischenmenschlichem Kontakt. Es gibt eine neue Sehnsucht nach Sinn und Herzenswärme.

Wir haben eine Idee und wollen einen Vorschlag leben. Wir sind dabei, ein Dorf mit Gleichgesinnten zu gründen. Dort wollen wir mit einer überschaubaren Gruppe Mensch aufeinander Bezug nehmend arbeiten und in Freiheit leben. Wir meinen, dass Neid, Missgunst und Gier menschliche Züge sind, die verstärkt da auftreten, wo wir den Bezug zu anderen verlieren.

Anfang 2014 haben wir Menschen getroffen die unsere Sehnsucht teilen und Verantwortung für einen Ort tragen, an dem ein produktives Dorf Platz nehmen kann. Ende 2014 sind wir in das Gutshaus von Neverstaven (35km westlich von Lübeck, 40km nördlich von Hamburg bei Bad Oldesloe) gezogen, um den Menschen und dem Ort näher zu kommen. Während wir uns mit den unterschiedlichen Voraussetzungen und Fähigkeiten Zeit geben, uns kennen zu lernen und das gegenseitige Vertrauen wachsen lassen, werden wir GUTDING weiter voranbringen.

GUTDING wird ein Teil der wirtschaftlichen Basis des Dorfes 
sein und besteht momentan aus drei Bereichen
–    Vegetarische und vegane Lebensmittel
–    Upcycling-Unikate aus gebrauchtem Plastik, Holz und Textilien sowie Restaurierungen
–    Kunst

GUTDING ist nur ein Teil vom Ganzen. Weitere Ideen, die die Eigenständigkeit des Dorfes fördern, sind herzlich willkommen.

Wir wollen zeigen, dass mit dem nötigen Humor und mit viel Freude am Sich-Entwickeln eine andere Form des Miteinanders gelingen kann. Hier findest Du das ausführliche Konzept „Handeln ist Gold“ ©agapi

Du möchtest die Dorfgründung verfolgen?
Ich, Agapi schreibe offen und ehrlich über meinen Wandel und das Werden meines Herzenswunsches, ein Dorf zu gründen, auf meinem Blog. Du bist herzlich eingeladen zu lesen, was mich beschäftigt. www.handeln-ist-gold.de

Aber wie ist es überhaupt dazu gekommen?
Wir, Agapi und Rado hatten das Glück, dass vor ein paar Jahren bei uns der Groschen gefallen ist. Wenn wir etwas verändern wollten, dann müssten wir bei uns beginnen. Und so brachen wir ab, womit wir bisher beschäftigt waren und machten eine Pause. Wir gingen in uns, fuhren ans andere Ende der Welt und besannen uns. Nach Monaten in der Natur, konnten wir eine klare Intention verspüren. Wir wollten uns auf das Wesentliche konzentrieren.

Zum Glück besitzen wir beide unterschiedlichste Fähigkeiten, die sich, Hand in Hand, famos ergänzen. Ich, Agapi, aus der kreativen Branche kommend, liebe es zu werkeln, aus totgeglaubten Dingen Neues zu kreieren und zu kommunizieren. Rado, schon seit Jahren fleischlos glücklich, liebt es Nahrungsmitteln auf den Grund zu gehen und sie zu verfeinern.

Als ich auf Rado traf, aß ich noch Fisch und Fleisch. Ich ging viel essen, denn ich liebe Essen aber mochte nicht kochen. Selig, einen gescheiten Mann gefunden zu haben, war es klar, dass Rado kocht und ich das Wohnen schön mache.

Nach vier Jahren Zuhause-Vegetarierin-Sein, ging ich eines Tages mit zum Einkaufen und fand im Regal ein Gläschen Leberwurst. Ich kämpfte gegen mein Verlangen. „Rado, könntest Du nicht eine Leberwurst imitieren?“ säuselte ich. „Und wo ich mich schon oute, mich dürstet es auch nach einem Mett-Brötchen.

So entstanden die vegetarischen und veganen Aufstriche …
… und wer weiß, es folgen bestimmt weitere herzhafte Kreationen.

Und der Grund Upcycling-Unikate herzustellen, war der viele Plastik-Müll, den gekaufte Produkte machen. Mir juckte es in den Fingern. Ich wollte aus dem noch guten Unrat, der in meinem Umfeld entsteht etwas zaubern, das nützt und weiterhilft. Zu schade fand ich es, Dinge aus Rohstoffen nur für kurze Zeit zu erschaffen und die gebrauchte Energie verpuffen zu lassen.

Es entstanden zusammenfaltbare Einkaufs-Taschen aus noch gutem Stoff von erledigten Regenschirmen, die ich und meine Freunde am Straßenrand fanden, Hackenporsche und Aufbewahrungsboxen aus Chips-, Saft- und Plastiktüten und vieles mehr.

Die gesamte Produktvielfalt, die von Lebensmitteln über Upcycling bis hin zur Kunst reicht, findest Du hier unter PRODUKTE.

Und in Zukunft?
Jedes GUTDING entsteht von Hand und mit viel Liebe. Das soll auch so bleiben. Wir sind EU-biozertifiziert und wollen uns weiterentwickeln. Eins unserer Ziele ist es, jenes Gemüse vom Bio-Bauern zu verwerten, dass nicht in den Handel kommen kann, weil es zum Beispiel nicht der Norm entspricht oder in einer Saison viel zu viel zum verkaufen ist.

Wir sind im Gespräch mit dem Kattendorfer Hof (demeter). Der Kattendorfer Hof, der als solidarische Landwirtschaft arbeitet ist auch schon nach Neverstaven gekommen. Seit 2013 bewirtschaftet er 80ha von den insgesamt 240ha Land in Neverstaven. Wir sind dabei zusammen zu wachsen – was das bedeutet, bleibt aber noch eine Überraschung. Klar ist, wir wollen Unnormal bleiben und besondere Lebensmittel zubereiten. Wir wollen mit Humor und Liebe zum Detail arbeiten und darüber sprechen – in unserem Dorf, das ganz langsam wird.